In diesem Jahr findet die Lange Nacht der Museen Görlitz/Zgorzelec zum zweiten mal in der Nacht zum Tag des offenen Denkmals statt. Mit dieser Terminverschiebung soll es den Kulturinteressierten leichter gemacht werden, sich für ein Wochenende voller Kultur in Görlitz zu entscheiden.
Der Tag des offenen Denkmals findet am 12.09.2010 statt.
Das bundesweite Motto lautet diesmal
„Kultur in Bewegung – Reisen, Handel und Verkehr“.
Görlitz hat seine reiche Geschichte immer aus dem Handel und den damit verbundenen Verkehrswegen begründet. Schon die ersten Ansiedlungen als Ausgangspunkt für die Entstehung der Stadt Görlitz waren mit dem Reisen verbunden, waren es doch Siedler aus Thüringen, Franken und der Mark Meißen, die offenbar Ende des 12. Jahrhunderts in unsere Region einwanderten und sich hier an der Neiße niederließen. Gelegen an der VIA REGIA, der bedeutenden mittelalterlichen
Der Schlesische Heimatverein Görlitz hatte am am 21. und 22. August zu seinem fünften Schlesischen Heimatfest eingeladen. Der Eintritt war frei, statt dessen wurde um eine Spende für die Opfer der Hochwasserflut gebeten.
Es gab ein vielfältiges kulturelles Angebot. Neben dem Görlitzer Shanty-Chor traten weitere Volkstanzgruppen und Chöre auf. Reichhaltige Informationen rund um das Thema Schlesien rundeten das Programmangebot ab. Große Freude im Saal, als der Shanty-Chor seinen Auftritt mit dem Schlesierlied beendete. Alle Gäste standen auf und sangen begeistert mit.
Um den Betroffenen des Hochwassers in der Oberlausitz direkt zu helfen, wurde eine gemeinsame Spendenaktion der Sparkassen in der Oberlausitz, der Landkreise Bautzen und Görlitz und des Ostdeutschen Sparkassenverbandes ins Leben gerufen.
„Besonders in Notlagen ist Solidarität gefragt. Viele der Betroffenen sind unsere Kunden. Wir werden deshalb diese Spendenaktion mit 500.000 Euro unterstützen. Damit möchten wir helfen, dass Menschen die in ihrer Existenz bedroht sind, schnell geholfen werden kann“, sagt Michael Bräuer, Vorsitzender des Vorstandes der Sparkasse Oberlausitz-Niederschlesien.
In Notlagen halten die Sparkassen zusammen. Alle 425 Sparkassen in Deutschland wurden angeschrieben und um Hilfe gebeten. Erste Spenden wurden bereits zugesagt.
Heute bin ich auf einen Artikel des Wiesbadener Tageblatt aufmerksam geworden, der mich wirklich erstaunt hat. Ingeborg Toth beschreibt darin am 20.08.2010 die Erfahrungen, die ein Wiesbadener Ehepaar beim Probewohnen in Görlitz gemacht haben will:
Rolf und Hiltrud Hegemann haben sich beim einwöchigen Probewohnen in Wiesbadens Partnerstadt gefühlt wie in einem Museum
Rolf Hegemann las in seiner Architektenzeitschrift: Die Wiesbadener Partnerstadt bietet eine Woche „Probewohnen“ an, in einer komplett eingerichteten Drei-Zimmer-Wohnung…
Lest hier weiter, wie das Ehepaar Hegemann Görlitz erlebt hat.
Die Stadt Görlitz hat Strafanzeige gegen den Betreiber des Staudammes Witka bei der Staatsanwaltschaft Görlitz gestellt. Die Stadt bittet die Staatsanwaltschaft dahingehend Ermittlungen aufzunehmen, ob der Betreiber der Anlage diese Überschwemmung fahrlässig gemäß Strafgesetzbuch herbeigeführt hat.
„Wir haben großes Interesse daran, die Ursache des Dammbruches und der damit verbundenen Flutung weiterer Teile des Stadtgebietes in Erfahrung zu bringen.“, begründet Oberbürgermeister Joachim Paulick diesen Schritt.
Der Dammbruch am 7. August 2010 hat insbesondere in den Görlitzer Stadt- und Ortsteilen Hagenwerder, Weinhübel, Altstadt und Ludwigsdorf zu einer über den bis dahin vorliegenden Hochwasserpegel der Neiße hinausgehenden Flutwelle geführt. In der Menge und Stärke ging diese Überflutung weit über die natürlichen und künstlichen Hochwasserzonen hinaus.
Die Pließnitz strömte mit Urgewalt nach Hagenwerder ein. Dabei wurde die Brücke der Bundesstraße 99 so stark unterspült, dass sie nicht mehr passiert werden kann. Gasleitungen wurden freigespült, Strom- und Telefonleitungen zerstört.
Hauptschuld an der Katastrophe scheint wohl der Bruch des Witka-Staudammes auf einer Länge von 180 Metern zu sein. Niemand hat jemals damit gerechnet, dass der Witka-Staudamm in Polen den Wassermassen nicht standhalten könne. So raste das Wasser schnell wie eine Springflut in einer sieben Meter hohen Flutwelle auf das nur dreißig Kilometer entfernte Görlitz zu. Für die Bewohner gab es keine Chance, kaum ein Entrinnen!
Erst regnete es ununterbrochen in Strömen, dann brach im benachbarten Polen auch noch ein Damm des Witkastausees – im Landkreis Görlitz wurde gestern Katastrophenalarm ausgerufen. Vergangene Nacht passierte eine mehrere Meter hohe Flutwelle auf der Neiße Hagenwerder und Görlitz. Der Pegel lag in Görlitz heute Morgen bei 7,07 Metern. Seit Beginn der Messungen im Jahre 1912 wurde so ein hoher Wert nicht erreicht.
In der Stadt musste im Altstadtbereich der Strom abgestellt werden. Viele Menschen mussten ihre Häuser verlassen. Auf der polnischen Seite steht die Ignacogo Daszynskiego ebenfalls unter Wasser, Pizzeria und Restaurant sind überflutet.
Wo kann man innerhalb eines Nachmittagsspaziergangs in zwei Ländern unterwegs sein, ohne die Stadt zu verlassen?
Herzlich Willkommen in der Europastadt Görlitz/Zgorzelec!
Nur wenige Schritte über die neue Altstadtbrücke ermöglichen Görlitzern und Touristen einen Abstecher nach Zgorzelec, welches mit Görlitz bis zur Grenzziehung 1945 eine gemeinsame Stadt bildete. Zgorzelec hat für seine Gäste jede Menge zu bieten. Neben der Besichtigung des Jacob-Böhme-Hauses in der Ulica I. Daszy?skiego 12 empfiehlt sich auch ein Besuch des städtischen Kulturhauses „Dom Kultury“. Weitere interessante Sehenswürdigkeiten und Geschichten finden sich bei dem Rabenvorwerk in der Ulica Przechodnia 8 und dem 1730 erbauten Barockschlösschen an der Ulica Francuska. Nach der aufregenden Entdeckungstour lädt die reichhaltige polnische Küche zur Stärkung ein: Wie wäre es zum Beispiel mit dem polnischen Nationalgericht Bigos – ein warmer Eintopf aus Sauerkraut, Weißkohl, Waldpilzen und verschiedenen Fleisch- und Wurstsorten?